DIE ERSTEN ZWEI WORKSHOPS VORSCHLÄGE

folgende workshops haben wir schon zugesagt bekommen. ihr könnt eure workshop- und gesprächsaustausch-vorschläge auch am samstag beim eröffnungsbiscuit direkt präsentieren:

SAMSTAG 6. SEPTEMBER 2025 14h bis 16.30h
> NAHRUNG, WIDERSTAND UND RITUALE FÜR EINE AUTONOME ZUKUNFT
Wie können kollektive Sorge und eine Revolution mit dem Land als Mittelpunkt aussehen? Lass uns zusammen Wege zeichnen und dabei Erfahrungen, Herausforderungen und Träume teilen!
Inspiriert von den Autonomous Kitchen Concil (AKC) Model vom Tierra Comida Libertad Kollektiv (von Indigenen Trans Frauen, migrantische Arbeiter·innen in der US), wollen wir uns mit Abundia Alvarado (Nahuatl-Apache Migrantin 2Spirits/Trans Femme vom Mexico, Tenochtitlan) über Organisationsformen und diese Prinzipien austauschen: partizipatorische Strukturen, rotierende Arbeit, lokale Solidarität und souveräne Lebensmittelkulturen.
Die Diskussion startet mit einem Input von Abundia, bevor wir in den Austausch gehen.

übersetzungen zwischen und in spanisch/englisch/deutsch und französisch sind organisiert.

SAMSTAG 6. SEPTEMBER 2025 17h bis 18.30h
> PATRIARCHALE KOMMANDOS ENTWAFFNEN
Perspektivendiskussion um einen radikalen Antimilitarismus

Mit einem Input von samira*, um schnell in eine Diskussion zu kommen

Wie können wir eine klare Haltung gegen jeden Krieg und jedes Militär in
die Öffentlichkeit tragen, wenn diese klare und radikale
antimilitaristische Position durch einen verwaschenen Antimilitarismus
aufgeweicht wird. Wenn zwar die Kriege der derzeit Herrschenden
abgelehnt werden, aber weder die Herrschaft als solche, noch das Militär
als Instrument der Herrschaftssicherung in den Fokus genommen wird? Und
auch nicht der Finanzplatz Schweiz thematisiert wird, geschweige denn, die Bedeutung des
Patriarchats für das Militär im internationalen Kontext.

Wieso eigentlich „Patriarchale Kommandos entwaffnen“?

Militärlogik und Patriarchat gehören zusammen. Wir wollen unter anderem
fragen: Warum wird dieser Zusammenhang in den meisten linken Gruppen
systematisch ausgeblendet? Zerstört das Aufbrechen der toxischen,
(binären) Geschlechterverhältnisse jedes Militär? Wenn das so klar ist,
warum wird dann der Zusammenhang zwischen Militär und Patriarchat
inhaltlich verflacht dargestellt oder bei vielen Aktionen und Demos zum
Verschwinden gebracht? Oder warum greifen queere Gruppen die Wehrpflicht
nicht als patriarchales Instrument und Männermaschinerie an?

Die gewaltsame Herstellung und Durchsetzung der Macht- und
Gewaltverhältnissen zwischen den Geschlechtern korrespondiert mit den
Bedingungen um Kriege auch künftig führbar zu machen.
Wenn wir die sexualisierte Gewalt als Kriegswaffe (in Friedens- wie) in
Kriegszeiten zum zentralen Moment unseres antimilitaristischen
Widerstands machen, beinhaltet das auch die Chance vor die Kriege zu
kommen?

Wir wollen mit Euch über die Perspektive einer sozialen Revolution
diskutieren, die alle patriarchalen Kommandos entwaffnet und
international und queer-feministisch denkt, um die daraus gewonnenen
Erkenntnisse konkret und praxisnah zu übertragen.